Der "Fuchstanz - Walzer"

  1.

Alljährlich, am ersten des Maien,
wenn neu die Natur ist erwacht,
wenn alle Menschen sich freuen
der herrlichen Frühlingspracht,
dann spielen hier Elfen die Geigen,
Waldvögelein singen ihr Lied,
da tanzen die Füchse den Reigen,
jedoch nur, wenn niemand es sieht.
  2.

Die Mitternacht rücket näher
und stiller wird es ringsum,
der Faun erscheint als Späher,
doch jetzt ist alles stumm.
Gott Amor entsteiget den Sphären
in Nebelschleier gehüllt,
die Füchse sich Liebe schwören,
jedoch nur, wenn niemand es fühlt.
 
 
  3.

Und breitet die Nacht ihre Schleier
mit silbernem Mondenschein,
ergreifen die Feen die Leier
im duftigen Tannenhain.
Waldorgel summet darüber
ganz leise, dass niemand gestört,
da singen die Füchs Liebeslieder,
jedoch nur, wenn niemand es hört.
  4.

So feiern die Füchse den Maien
mit Liebe, Gesang und im Tanz,
im Frühlingsreigen zu Zweien,
aus Veilchen der Jungfernkranz.
Die Dämmernebel, sie trüben,
der Zauber der Füchse entflieht.
Sie tanzen, singen und lieben,
jedoch nur, wenn niemand es sieht.
 
Bezug: Fuchstanz am Feldberg im Taunus
Textdichter unbekannt; Ursprung: vor 1914
Das Lied wurde erst 2007 vertont und arrangiert von Jim Brutto, einem Frankfurter Künstler und Songschreiber. Verlag: WESTBLOCK Media

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